Büroexkursion Biennale Venedig 16.-18.11.2012 |

Während wir nach der Landung auf unser Vaporetto zum Hotel warteten, genehmigten wir uns zuerst einmal einen guten Espresso und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen im Café am Bootsanleger.
Dann ging es auf dem Wasserweg zu unserem schmucken kleinen Hotel, das sich als Stammhaus einer traditionsreichen und in alle Welt liefernden Mosaikmanufaktur herausstellte. Wir wurden zu einer Führung eingeladen und erhielten einen unerwarteten Einblick in die Herstellung von Mosaikglas und in eine beeindruckende „Smalti“-Bibliothek mit etwa 2.500 vorrätigen Farben.
Wir besuchten die jeweils von Tadao Ando auf unaufgeregte, jedoch gleichzeitig wirkungsvolle Art umgebauten Museen Punta della Dogana und Palazzo Grassi.
Einen Tag verbrachten wir auf der Biennale, sammelten zahlreiche Anregungen und Denkanstöße und genossen die lebendige, internationale Atmosphäre und die Bewegung durch die verschiedenen Standorte innerhalb der Stadt – auch wenn wir die Länderpavillons manchmal spannender fanden als die Installationen im Innern.
Unsere persönlichen Highlights waren die Dokumentation der im Laufe der Zeit entstandenen Aneignung des offenen Erdgeschosslevels der Hongkong and Shanghai Bank von Norman Foster, zum Beispiel als sonntäglicher Treffpunkt für philippinische Hausmädchen (Katja), Herzog & de Meurons Darstellung der um das Projekt Elbphilharmonie entbrannten Medienschlacht (Dirk), die textile, bewegliche Rauminstallation "Re-set" im holländischen Pavillon (Katharina), die Installation von Steve Parnell, die den Einfluss von Architekturmagazinen als Forum für die Architekturdebatte seit den 1930er Jahren zeigt (Anna), der japanische Beitrag und Gewinner des Goldenen Löwen, die Dokumentation des partizipativen Entwurfs- und Bauprozesses eines neuen Wohnhaus-Typs im Gebiet des großen Erdbebens von 2011 (Sylvio) sowie die „Six urban housing projects in Europe“, kuratiert von Sergison Bates (Sonja).
Am letzten Tag setzten wir über auf die Insel Giudecca, wo wir noch einige gelungene Beispiele zeitgenössischer Architektur entdeckten. Besonders gut haben uns die Wohnhäuser von Cino Zucchi gefallen.
Wir beendeten unsere Tage in Venedig jeweils mit einem sensationell guten Abendessen und können die Stadt (nicht nur) in kulinarischer Hinsicht jedem ans Herz legen.

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